»Ich will mich auf Deine Regierung verlassen«. Gemüt regiert und beseitigt Schmerzen.
Mich plagte ein stechender Schmerz in der Leistengegend – es schmerzte beim Gehen, Sitzen, Stehen und sogar im Liegen. In solchen Fällen spreche ich mit Gott über meine Probleme, denn mit Hilfe von Christian Science verlasse ich mich auf Gott, wenn ich Heilung brauche. Doch mit dieser Heilung zog sich das aber erstmal noch hin. Da kam mir ein Artikel in die Hand, in dem der Schreiber sich mit freien Worten auf Wissenschaft und Gesundheit berief. Er schrieb: »Das göttliche Gemüt regiert die Funktionen und Organe des Menschen.« Ich sagte: danke lieber Gott, das muss genügen, ich will mich auf Deine Regierung verlassen. Im Christian Science Lehrbuch fand ich die betreffende Stelle, die die Regierung des göttlichen Gemüts beschrieb: »Krankheit, Sünde und Tod müssen schließlich vor den göttlichen Rechten der Intelligenz zurückweichen, und dann wird die Macht des Gemüts über die gesamten Funktionen und Organe des menschlichen Organismus anerkannt.«
(Seite 384, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift)
Am nächsten Morgen hatte ich noch immer diese Schmerzen. Über Nacht fiel fast 40 cm Schnee, da war Schneeräumen angesagt und ich sagte mir: »Wenn das mit der göttlichen Regierung stimmt, dann kann ich jetzt Schnee räumen.« Und zur göttlichen Liebe gewandt sprach ich: »Ich werde jetzt Schnee räumen und ich will mich auf Deine Regierung verlassen.« Ich räumte über eine Stunde den Weg, eine Freitreppe und die Garagenzufahrt. Die Bewegung in der frischen Luft machte richtig Spaß, und als ich fertig war, konnte ich feststellen, dass sowohl die Schmerzen als auch der Schnee weg waren. Die Schmerzen traten seitdem nicht mehr auf.
Diese Erfahrung zeigt mir, dass ich mich immer auf Gott, meinen besten Freund, verlassen kann.
Ansgar Schwierskott
Rettung aus Seenot. »Halte dich fest: Gott rettet uns!«
In einer persönlich sehr unruhigen Zeit mit Ehe- und Geschäftsproblemen erlebte ich hautnah Gottes Hilfe für meinen Mann und mich. An einem schönen Urlaubstag am Lago Maggiore waren wir mit einem Boot auf dem See, als plötzlich ein heftiger Sturm aufkam: Die Wellen rissen das Boot um und uns ins tosende Wasser. Wir hatten große Not, uns über Wasser zu halten. Als mein Mann sehr erschöpft schien, schrie ich: »Halte dich fest, Gott rettet uns!« Und das geschah. Ich hatte am Morgen andächtig einige Stellen aus der Bibel und aus Wissenschaft und Gesundheit gelesen und konnte dadurch die Sorgen und Lasten loslassen, die uns bedrängten und konnte Gott vertrauen. Ein Gast im Hotel entdeckte unsere Notlage und wollte Hilfe rufen, jedoch war die Notrufnummer nicht erreichbar. Ein Lehrling im Hotel fuhr eilends zum Hafen. Alle Boote waren stillgelegt, nur eines nicht. Ein Mann zog den Bootsschlüssel zu diesem Boot seines Freundes aus der Tasche, nahm das Boot und zog uns aus dem Wasser.
Der Beweis von Gottes liebevoller Hilfe war für uns gewaltig. »Er zog uns aus großen Wassern« der Bedrängnis und Not, denn Er liebt uns als sein Bild und Gleichnis. Er ist auch der Retter in den großen Nöten, die gerade jetzt viele Menschen auf der Welt erleben.
Ursula Walter
Liebe heilt - nicht nur eine Situation in der Schulklasse, sondern nebenbei auch noch Zahnschmerzen.
Bevor ich meine erste Lehrerstelle an einer kleinen Dorfschule in Norddeutschland antrat, hatte ich mich eigentlich auf das Unterrichten gefreut. Aber diese Freude wurde sehr bald durch ein Erlebnis getrübt, mit dem ich nicht gerechnet hatte. In meiner Klasse war ein Schüler, der sich so auffällig benahm, dass ein normaler Unterricht nicht mehr möglich war. Er kasperte ständig herum und zog die Aufmerksamkeit der ganzen Klasse auf sich, so dass man sich nur um ihn kümmern musste. Nach einigen Tagen hielt ich es für angebracht, eine Bemerkung in sein Aufgabenheft zu schreiben, um seinen Vater über das Problem zu informieren.
Als ich am nächsten Tag die Unterschrift des Vaters sehen wollte, sagte die Schwester des Schülers: »Sie können sich bestimmt denken, wer das unterschrieben hat!« Dieser Junge machte nicht nur den ganzen Unterricht unmöglich, er besaß auch noch die Dreistigkeit, die Unterschrift seines Vaters zu fälschen!
Als ich an dem Tag nach Hause ging, war ich völlig frustriert und ratlos. Mir kamen sehr düstere Gedanken, die mir einreden wollten, dass ich als Lehrer untauglich sei. Der Versucher sagte mir: »Wer sich nicht durchsetzen kann, sollte sich lieber einen anderen Beruf aussuchen.« Ich fing an, mich selbst zu bedauern, weil ich glaubte, jahrelang umsonst studiert zu haben. Bevor ich zu Hause ankam, hatte ich so starke Zahnschmerzen, dass ich kaum noch klar denken konnte.
In meiner Verzweiflung rief ich einen Christian Science Praktiker an und bat um gebetvolle Unterstützung. Während der Praktiker für mich betete, kam mir auf einmal ganz deutlich der Gedanke: liebst du alle deine Schüler? »Nein«, dachte ich, »diesen Schüler kann ich nicht ausstehen! Ich wünschte, es gäbe ihn gar nicht!« Sogleich kam der nächste Gedanke: Weißt du denn nicht, warum er sich so unmöglich benimmt? Plötzlich fiel mir ein, dass man mir gesagt hatte, sein Vater sei Alkoholiker und schikaniere ständig die ganze Familie.
Während ich über diese Umstände nachdachte, hatte ich auf einmal großes Mitgefühl mit meinem Schüler und dachte darüber nach, wie ich ihm helfen könnte. Ich beschloss, ihm am nächsten Tag zu sagen, dass ich alles tun möchte, um ihm zu helfen und dass auch ich seine Hilfe brauchte; denn dies sei meine erste Lehrerstelle. Ich wollte ihm anbieten, mein Assistent zu werden, weil ich erkannt hatte, dass er sich nach Aufmerksamkeit und Anerkennung sehnte, die er zu Hause nicht bekam. Mir war im Gebet klar geworden, dass das auffällige und störende Verhalten dieses Jungen eigentlich nur ein Hilfeschrei war. Und ich war jetzt bereit, alles zu tun, um diesen Hilfeschrei zu beantworten.
Meine Hilfe wurde akzeptiert, und unser Verhältnis besserte sich drastisch. Wir wurden Freunde, und er besuchte mich manchmal nachmittags mit anderen Klassenkameraden, um Mühle, Dame und Schach zu spielen. – Ach ja, ich sollte noch erwähnen, dass die schrecklichen Zahnschmerzen etwa 15 Minuten nach meinem Anruf bei dem Praktiker völlig verschwanden, während ich beschloss, alle meine Schüler zu lieben.
Der anfangs so schwierige Junge wurde nicht nur hilfsbereit: als wir einmal im Sportunterricht auf dem Dorfteich Schlittschuh liefen, rettete er einem Mitschüler das Leben, der auf dem Eis eingebrochen war. – Ich bin so dankbar für diese Erfahrung!
Helga Janesch
Ein Zeugnis bei einer Mittwochabend-Versammlung führt zu Befreiung, Stärkung und Heilung.
Bei einem Familienbesuch im australischen Winter fuhr ich eines mittwochs die 45 Minuten zur nächsten Kirche, um dort die Zeugnisversammlung zu besuchen. Wegen Erkältungssymptomen wollte sich keiner sonst so recht aufraffen, mitzufahren. Der Gesang zu Beginn war nicht sehr kräftig, da auch einige andere Besucher diese Symptome zu haben schienen. Längere Stille nach der Lesung, bis eine Frau aufstand und über ihre Heilungen bei Grippeepidemien als Lehrerin an einer großen Schule berichtete. Da war es! Wir alle fühlten diese erlösende Perspektive, die uns ein starkes gemeinsames Gefühl der Befreiung vermittelte. Sehr dankbar sangen wir das Lied danach. Genau das hatte ich alles sehr gut brauchen können als frische Inspiration, die ich, zu Hause angekommen, natürlich weiter verbreitete. Zum Wochenende war bei allen Familienmitgliedern keine Erkältung mehr zu spüren und wir konnten guter Dinge ans Meer fahren.
Michaela von Burski
»Ich wusste, dass Gottes Wille immer das Beste für alle Betroffenen in jeder Situation vorgesehen hat«. Loslassen von einer menschlichen Vorstellung ermöglicht eine Flugreise.
Vor etlichen Jahren, als ich in San Francisco lebte, rief mich meine Tochter aus Hamburg an, ich solle unbedingt kommen, um ihr zu helfen, es gehe ihr schlecht. - Ich nahm mir also einige Monate von der Arbeit frei, packte meinen Koffer und fuhr mit einer Taxe zum Flughafen. Meine andere Tochter hat mir ein verbilligtes Stand-by-Ticket besorgt. Das bedeutete, ich musste mich am Schalter anstellen und bis zuletzt warten, ob vielleicht noch ein Platz im Flugzeug frei ist. [mehr …] Dies war leider nicht der Fall und man sagte mir: „Versuchen sie es doch morgen noch einmal.“ Am nächsten Tag fuhr ich also wieder zum Flughafen, stand einige Stunden in der Schlange am Schalter und erhielt die gleiche Antwort: „Tut uns leid, heute ist schon alles besetzt. Versuchen sie es morgen noch mal.“ Am dritten Tag wiederholte sich alles, und man sagte mir: „Zur Zeit ist es sehr schwierig, weil in der Hauptsaison selten Plätze frei sind. Kommen sie doch im Oktober wieder.“ - Es war August, und ich war total frustriert, weil ich wusste, dass meine Tochter dringend meine Hilfe brauchte.
Sehr deprimiert und ratlos bat ich eine christlich-wissenschaftliche Praktikerin um gebetvolle Unterstützung. Kaum war das Gespräch beendet, kamen mir folgende Gedanken: wenn es wirklich Gottes Wille ist, dass ich nach Hamburg fliege, dann wird Er es möglich machen und mir den Weg ebnen. Und wenn Gott es nicht für mich vorgesehen hat und er einen andern Plan hat, dann will ich auch gar nicht nach Hamburg fliegen. Ich betete nur noch, wie ich es in der Christlichen Wissenschaft gelernt hatte: „Dein Wille geschehe.“ Dabei wusste ich, dass Gottes Wille immer das Beste für alle Betroffenen in jeder Situation vorgesehen hat. Diese Gedanken vermittelten mir eine große Ruhe und einen wunderbaren inneren Frieden. -
Ich befand mich jetzt auf dem Weg zum Ausgang und musste am Schalter von British Airways vorbei. Da kam mir die Idee, dort mal anzufragen, ob die mich vielleicht bis nach London mitnehmen könnten. Zu meinem größten Erstaunen sagte man mir: „Dies ist unser 2. Flug nach London in einer Stunde, und wir haben noch jede Menge Plätze frei. Stellen Sie sich schon mal an, wir nehmen heute jeden mit!“ Ich war sprachlos und wagte nicht zu sagen, dass ich gar kein Flugticket von British Airways hatte. Da war ich auch schon an der Reihe und zeigte mein Stand-by-Ticket von Lufthansa vor. Ich wollte noch erklären, warum ich unbedingt mit müsse, dass ich aber kein passendes Ticket habe. Da hieß es nur „das ist uns ganz egal, Ihr Lufthansa Ticket akzeptieren wir auch. Wir können das mit denen abrechnen“. Es ging nun alles völlig mühelos, auch einen Anschlussflug von London nach Hamburg fand ich in kürzester Zeit.
Als meine Töchter mich in Hamburg vom Flughafen abholten, meinte meine jüngste Tochter nur immer wieder: „Wer hat dir bloß gesagt, dass du so was machen kannst?! Das hätte ich ja nicht mal gewusst, wo ich doch bei Lufthansa arbeite! Dass du so schlau bist, hätte ich nun wirklich nicht gedacht!“ Ich erklärte, dass dies alles nichts mit menschlicher Schläue zu tun hätte, sondern mit göttlicher Inspiration, Vertrauen und Loslassen.
Helga Janesch
»Gott hat niemals so etwas wie einen Tumor geschaffen«. Nach einigen Wochen konnte der Arzt nichts mehr von einem Tumor feststellen.
Es war im November 2007 als meine Tante erfuhr, dass bei meinem Onkel ein Tumor im Kopf festgestellt wurde. Der Arzt gab keine Garantie für eine erfolgreiche Operation. So wurde meinem Onkel mitgeteilt, dass man ein paar Monate abwarten würde und dann nochmals untersuchen werde. Meine Tante war über diese Nachricht ziemlich bestürzt. Sie sprach mit mir und wollte, dass ich sie unterstütze. Sie wusste, dass ich die Christliche Wissenschaft studiere, stand ihr aber eher skeptisch gegenüber. Ich beruhigte meine Tante erst mal und spürte, dass sie etwas von dem erfahren wollte, was Gott ist. Ich konnte ihr darüber ein paar Gedanken mitteilen und sagte ihr, sie solle auf das sehen, was sie sich wünschte, zu erleben. Sie möge die Reinheit und die Vollkommenheit sehen, die das göttliche Wesen ausmachen, darüber dankbar sein und weiter Vertrauen auf die göttliche Macht haben.
Die Grundlage meiner Gebete war dann: Gott hat niemals so etwas wie einen Tumor geschaffen. Es kann nichts Schädliches in die Wahrheit eindringen. Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: »Vollkommenheit liegt der Wirklichkeit zugrunde« (S. 353) und auf Seite 466: »Wahrheit (Vollkommenheit) ist wirklich und Irrtum ist unwirklich. Diese letzte Behauptung enthält den Punkt, den du äußerst wiederwillig zugeben wirst, obgleich er von Anfang bis zu Ende der wichtigste ist, den es zu verstehen gilt.« Weitere Stellen aus Wissenschaft und Gesundheit begleiteten mich. Es waren wunderbare Gedanken, die mich umgaben. Währenddessen hielten wir lockeren Kontakt. Ich spürte einfach wie diese unendliche Liebe uns alle umgibt.
Nach einigen Wochen, als der Tag der Untersuchung kam, konnte der Arzt nichts mehr von einem Tumor feststellen. Er sagte, das Röntgenbild zeige einen normalen Zustand, es sei ein medizinisches Wunder. Er erkundigte sich, ob mein Onkel irgendwelche Medikamente diesbezüglich genommen habe, was dieser verneinte.
Es war für uns eine wunderbare Erfahrung. Ich bin so dankbar für diese göttliche Wahrheit, die Gott ist und die durch Christian Science erklärt wird.
Ute Hodapp-Malle
»Freude kann nicht in Leid verwandelt werden«. Ein verstauchter Fuß wird geheilt.
Im vergangenen Sommer besuchten wir wieder einmal gute Freunde in Südtirol. Gleich am nächsten Tag fuhren wir alle zu einem beeindruckenden Wasserfall. Auf dem schmalen Wiesenpfad dorthin blieb plötzlich mein rechter Fuß in einem vom Gras überwachsenen Loch stecken, das man vorher nicht sehen konnte. Ich bekam den Fuß nur sehr schwer wieder heraus. Unsere Freundin war sehr besorgt und fragte gleich, ob ich Schmerzen hätte und ob ich laufen könne oder ob wir zurück zum Auto gehen sollten. Es war ein wunderschöner, sonniger Tag und ich wollte keinem von uns die Freude verderben, und so antwortete ich nur: „Es geht schon. Wir können weiterlaufen“. Aber tatsächlich schwoll der Fuß sehr heftig an und schmerzte auch immer stärker. Die Sandalen ließen dem Fuß etwas Luft, und ich konnte die Riemen auch weiter stellen. Im Stillen begann ich sofort zu beten: „Nein, das ist eine Lüge, das gehört nicht zu mir!“ »Freude kann nicht in Leid verwandelt werden...« (Wissenschaft und Gesundheit Seite 304) und: »Gemüt ist die Quelle aller Bewegung«. Diesen Gedanken aus Wissenschaft und Gesundheit auf Seite 283 benutze ich oft auf vielfältige Weise in meinen Gebeten. Als wir am Wasserfall angekommen waren und die Freunde mit ihrem Schäferhund runter ans Wasser kletterten, gingen mein Mann und ich ein Stück weiter zu einem großen Felsblock, auf den wir uns setzen und eine Weile allein sein konnten mit unseren Gedanken. Ich erklärte Gottes Allgegenwart und Seine Allmacht hier und jetzt. Ich war von Herzen dankbar für unsere Freunde, die uns immer wieder zu so wunderschönen Plätzen fuhren, und für die großartige Landschaft um mich herum. Und ich bestand weiterhin energisch darauf, dass Freude nicht in Leid verwandelt werden konnte, denn »Leid ist nicht der Herr über Freude«, so heißt es weiter in der Darlegung. Und dass das göttliche Gemüt die Quelle aller Bewegung ist. Es war mir so klar, dass, wenn Gott allen Raum erfüllt, nirgends in dieser Welt auch nur die geringste Lücke sein kann, wo Gott nicht ist oder wo Er nicht aufgepasst hat und dass folglich auch nicht die geringste Disharmonie entstehen kann. In den nächsten Tagen fragte unsere Freundin nicht weiter nach dem Fuß und die Schwellung ging bald zurück. Wir wanderten weiterhin gemeinsam; und mein Mann und ich stiegen auch einmal auf eine Hütte hoch, die nur durch einen schmalen Steig bzw. durch Geröll zu erreichen war. So genossen wir die Tage in vollen Zügen! Ich bin immer wieder von Herzen dankbar, zur Christlichen Wissenschaft geführt worden zu sein, um Gottes Allmacht und Allgegenwart sowie das ewige Einssein des Menschen mit Gott zu erkennen und anzuerkennen.
Maria Mickelthwate
Gott sieht alles: wie eine verloren gegangene Jacke wieder zum Vorschein kam.
Unsere Tochter Annabel hatte gerade eine neue Sweatshirtjacke bekommen.
Als ich bemerkte, dass sie ohne Jacke aus der Schule kam, fragte ich danach. Sie gestand mir, dass sie sie seit gestern vermisse und in einem Schulraum wohl vergessen habe. Danach sei eine andere Klasse darin gewesen und als sie später nachgeschaut habe, sei ihre Jacke nicht mehr da gewesen. Ich sagte zu ihr, sie solle doch bitte nochmals nachschauen, das gibt es doch nicht. Ich war etwas ungehalten über die Annahme, dass diese Jacke vielleicht jemand mitgenommen habe.
Diesen Gedanken musste ich zunächst bei mir richtig stellen. In Gottes Reich gibt es niemand, der etwas wegnimmt. Alle Ideen werden von Gott versorgt. Das Böse ist nur eine Annahme.
Am nächsten Tag kam sie wieder ohne Jacke nach Hause. Als ich abends über diese Sache nochmals ganz still nachdachte, kam mir der wunderbare Gedanke „Es gibt nur ein Gemüt, das sieht.“ Nicht die Annabel sieht, sondern Gott sieht alles, sein eigenes Reich. Ich war so dankbar für diesen Gedanken.
Als Annabel am nächsten Tag aus der Schule kam, zeigte sie mir die Jacke und sagte: „Mama, heute waren wir wieder in diesem Raum, in dem ich die Jacke vergessen hatte, und da lag sie auf der Fensterbank! Doch als ich vor zwei Tagen nachschaute, war sie nicht da, ganz sicher nicht.“
Ich war so glücklich. Durch das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft* lerne ich immer besser verstehen, was Gott ist und was in Wirklichkeit vor sich geht und, dass es nur ein Gemüt gibt.
Ute Hodapp-Malle
Wie betet man für eine Katze? Reagieren Haustiere auf unsere Gedanken?
Wir hatten einen schwarzen Kater mit seidigem schwarzem Fell und sanftem, zutraulichen Wesen. Er wurde besonders auch von meinen Kindern sehr geliebt und war praktisch ein Familienmitglied. Leider gab es in unserem Haus ein Ehepaar, das keine Katzen mochte. Und deren Jagdhund konnte Katzen ebenfalls nicht ausstehen.
Mohrchen, unser Kater durfte abends immer in den Garten. Eines Abends hörte ich unten auf dem Hof ein schreckliches Geräusch. Die Mitbewohner hatten ihren Jagdhund auf Mohrchen gehetzt, und der Hund hatte den Kater hinten an einem Bein gepackt, so dass das ganze Bein aufgerissen war.
Ich hatte gerade sehr viel durch Beruf und Familie zu tun, so dass mir keine Zeit blieb, mich mit der Katze zu befassen. So humpelte Mohrchen auf drei Beinen herum, und die große, hässliche Wunde blieb offen. Da kam mir der Gedanke: es ist nicht liebevoll, die ganze Sache einfach zu ignorieren. Du solltest für Mohrchen beten. Aber wie betet man für eine Katze? Praktisch im selben Augenblick kam mir der Gedanke: «Hass ist keine wirkliche Ursache und kann daher auch keine Wirkung hervorbringen». Ich war von diesem Gedanken völlig fasziniert und dachte mehrere Minuten darüber nach, wie wunderbar es doch ist, dass Liebe die einzige Ursache des ganzen Universums und die einzige Macht ist. An Mohrchens Bein dachte ich gar nicht mehr. Dieses aggressive Bild von einem verletzten Tier war praktisch aus meinem Bewusstsein verschwunden. Stattdessen erfreute ich mich der wunderbaren Tatsache, dass die Schöpfung der Ausdruck der göttlichen Liebe ist.
Etwa eine Stunde später sah ich unseren Kater zufällig an mir vorbeilaufen und glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Die Wunde hatte sich völlig geschlossen, und man sah schon die ersten kleinen schwarzen Härchen auf der Haut! Das war gegen 12 Uhr mittags. Am Abend desselben Tages war alles völlig verheilt, man konnte das Bein nicht mehr von den anderen unterscheiden. Einige Zeit später zogen wir in ein anderes Haus, wo unsere Nachbarn und ihre Kinder Mohrchen gerne hatten.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, auf die Eingebungen zu lauschen, die Gott uns sendet.
Helga Janesch